Politik 2.0 – revisited

Nachdem heute ein Interview zwischen Torsten Schäfer-Gümbel und Robert Basic per Twitter stattgefunden hat, und dieses doch in der Szene relativ hohe Wellen geschlagen hat, fallen mir noch ein paar Gedanken zum Thema Politik im Web ein.

Zunächst einmal finde ich es sehr positiv, das anscheinend anlässlich der anstehenden Wahlen der eine oder andere Politiker etwas im Netz unternimmt. Das dieses nicht immer gelingt ist eigentlich selbstverständlich.

Wie Johannes Kleske sehr schön darlegt ist der Einsatz von Social Media in allen Formen nur als Teil einer Gesamtstrategie erfolgversprechend. Ansonsten bleibt es ein Strohfeuer, das im besten Fall kurze Aufmerksamkeit erzeugt.

In den Kommentaren zu seinem Blogeintrag antwortet auch Oliver Zeisberger von Barracuda der wohl für die Strategie von T. Schäfer-Gümbel verantwortlich zeichnet.

Besonders interessant finde ich den Hinweis, das Robert Basic der (bisher?) einzige Blogger war, der eine Interviewanfrage gestellt hat. Was sagt das über das Selbstverständnis der dt. Bloggerszene aus? Wie weit ist es mit dem Anspruch als Journalisten “Berichtende” ernstgenommen zu werden? Oder sind Blogger nicht doch eher beobachtende, insgesamt passive Teilnehmer des öffentlichen Geschehens, die sich ab und zu mit Blogbeiträgen einmischen, aber am Liebsten in ihrer eigenen “Szene” bleiben?

Sollten Blogger nicht eine aktivere Rolle einnehmen und den Diskurs im Web nicht nur beobachten, sondern auch aktiv mitgestalten?

Netzaktivismus gibt es bisher zwar schon in einigen Bereichen (z.B. zum Thema Privatsphäre etc.) aber noch nicht auf breiter Front. Ob man von Politikern oder anderen gesellschaftlichen Instanzen ernstgenommen wird, hängt letztendlich auch ein bisschen mit der eigenen Wahrnehmung und Darstellung nach außen zusammen.

Bisher ist diese Wahrnehmung bei Politikern und Parteien wohl eher nicht vorhanden. Es wäre also zu überlegen ob nicht ein Politikcamp oder etwas ähnliches ein erster Schritt wäre um etwas in Schwung zu bringen. Was auch immer dabei am Ende rauskommt.

Social Media 2009 – oder das Jahr der sozialen Diät

You TOO Can Resist the Urge to Download Every App Robert Scoble References or Touches!

Das nenne ich doch mal ein Versprechen. Auf dem Blog von Marshall Kirkpatrick bin ich über diesen Artikel gestolpert. Der ist soweit ganz interessant. Was aber wirklich interessant ist, findet sich am Ende. In dem eingebetteten PDF finden sich einige interessante Gedanken. Unter anderem das obige Zitat auf Seite 5. Interessante und kurzweilige Lektüre.

Politik 2.0 – oder so ähnlich

Netzpolitik hat die Ergebnisse der Kurzstudie “Politik im Web 2.0” veröffentlicht. Es scheint sich da so langsam was zu tun in Sachen Politik im Web.

Mal sehen ob es irgendein deutscher Politiker schafft an das Beispiel Barack Obamas auch nur ansatzweise anzuknüpfen. Eigentlich müsste da doch einiges möglich sein. Aber vermutlich wird es über ein paar Blogs (wie das der JU Hessen) und Twitter Accounts (wie TSGHessen) nicht hinausgehen.

Da bleibt die Frage: Ist sowas in Deutschland einfach nicht möglich, oder traut sich nur keiner? Oder liegt es daran, dass es einfach noch keiner verstanden hat? Da unterscheiden sich Politiker nicht von Unternehmen.

Wenn man sich die Webseite von Roland Koch anschaut verliert man allerdings etwas den Glauben daran, das so etwas wie der letzte US Wahlkampf in Deutschland auch nur ansatzweise möglich wird. Auch wenn es kurzzeitig Trend war sich mit dem Internet zu beschäftigen, ist dabei anscheinend nicht mehr herausgekommen als ein paar Podiumsdiskussionen.

Wäre also zu überlegen, ob es nicht Zeit für eine Grassroots Bewegung außerhalb der Parteien Zeit wird. Als erster Schritt wäre ein Politikcamp, wie es hier in den Kommentaren schon mal angedacht wurde, vielleicht eine Option. Letzlich hat es in den USA mit Moveon.org auch so ähnlich angefangen, wenn ich das richtig sehe.

UPDATE: Ein paar schöne Funde dazu gibt es auch hier: Die besten Politiker-Websites von gestern

Marketing vs. Social Media – die Theorie ist klar

Neulich habe ich über Twitter diesen Clip von Scholz&Friends gefunden.

Der Inhalt zeigt, dass die anbrechende Realität des Marketing auch bei “großen” Agenturen angekommen ist. Die Frage bleibt, ob es diesen gelingt ihren Kunden auch entsprechende Ratschläge nahezubringen. Was mir fehlt sind Rezepte und Ideen. Auch in diesem Clip bleibt es bei der Feststellung das es nicht so weitergeht, wie bisher. Aber wie geht es denn dann weiter? Das ist die große Frage, der sich Marketingagenturen stellen müssen und die es zu beantworten gilt.

Ähnlich geht es mir auch mit diesem Clip von Leo Burnett:

Auch hier gibt es eine schöne Darstellung was sich wie verändern wird. Aber was folgt daraus?

HP Blogger Marketing

Optisch nicht schöne, aber inhaltlich interessante Slides zu einer Blogger-Marketing Aktion von HP.

UPDATE: Da anscheinend der Embed Code zerschossen wird hier mal der direkte Link

Vermarktung mittels Blogs

Immonet.de veranstaltet ein Gewinnspiel für Blogger. Man muss einen Trackback schicken und gewinnt dann einen iPod Shuffle. Toll. Da mache ich doch mit.

So kann man also schnell mal ein paar Links generieren. Man muss nur irgendwo eine Kiste mit iPods rumstehen haben.

Web 2.0 – der Film

Beim Durchsehen meiner Instapaper Liste ist mir der Link zum Web 2.0 Film wieder in die Hände gefallen. Zwar schon etwas älter, aber trotzdem sehenswert.

Twitter Search Bookmarklet – mal schnell sehen was die Crowd so sagt

Inspiriert vom WordPress “Press This” Bookmarklet habe ich das als Experiment für die Twitter Suche umgeschrieben.

Twitter Search

Benutzung:

  1. Bookmarklet auf die Bookmarkleiste des Browser ziehen.
  2. Suchbegriff auf der Seite im Text markieren (falls nichts markiert ist, fragt das Bookmarklet nach)
  3. Bookmarklet anklicken

Vielleicht kann der eine oder andere das ja gebrauchen.

Hinweis: im Moment hat das Script noch Probleme mit Leerstellen in den Suchbegriffen.

Update: Leerstellen sollten jetzt auch keine Probleme mehr machen. Getestet ist es bis jetzt nur auf Firefox.

Top 10 Viral Ads 2008

Der Guardian hat die Top 10 Viral Ads des Jahres 2008 gekürt. Sehr schöne Sachen dabei.
Platz 1 hat Wassup anno 2008 erreicht:

Aber auch auf den folgenden Plätzen gibt es wirklich schöne Clips.

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Social Icecream – Medien sind auch nur andere Eissorten

Eine wie immer schöne Erklärung für Webthemen, diesmal zum Thema Social Media gibt es von Common Craft

gefunden bei swissmiss