Startupweekend 2008 – aus Chaos entsteht so etwas wie Kreativität

So jetzt hat sich der Rauch wieder etwas gelegt. Das Startupweekend 2008 ist vorbei und die Firma ist gegründet. Jetzt gilt es sich kurz zu erholen, durchzuatmen und danach… ja was dann. Das ist die große Frage. Wird das Unternehmen, welches den Wettbewerb gewonnen hat (indawo btw.) weiterleben oder eher weitervegetieren.

Die Aussagen dazu schwanken zwischen Enthusiasmus und Fatalismus. Natürlich gibt es im Moment einen gewissen “Drive”, aber ob dieser die kommende Woche überlebt ist noch ungewiss. Unabhängig von der Zukunft möchte ich meine Lehren aus der Veranstaltung und meine Anregungen doch nochmal zusammenfassen.

  1. Ein Grundchaos ist nicht zu vermeiden.
    Wenn man mit 60 Leuten innerhalb kürzester Zeit etwas auf die Beine stellen will, dann gibt es Reibungsverluste. Man kann nur versuchen diese so gering wie möglich zu halten. Wenn man sich aber anschaut, wie hohe Reibungsverluste es in etablierten Organisation gibt, ist es doch erstaunlich wie problemlos das ganze mit völlig fremden Menschen unter Zeitdruck funktioniert. Da ist dann wohl die “Vision” wichtig.
  2. Basisdemokratie ist schön. Funktioniert aber nicht.
    Zumindest nicht unter Zeitdruck. Wenn es basisdemokratisch gelaufen wäre, würden wir immer noch die Zielgruppe diskutieren. Insgesamt haben die Koordinatoren im richtigen Moment das Heft in die Hand genommen und steuernd eingegriffen. Wenn das früher passiert wäre, hätten sich vermutlich viele übergangen gefühlt, wenn es später passiert wäre, wäre am Ende nichts dabei rausgekommen.
  3. Schwätzer arbeiten sonntags nicht.
    Es gab einige Menschen im Team die mit Buzzword Kenntnissen und scheinbarer Eloquenz geglänzt haben. Die waren am Sonntag dann aber nicht mehr dabei. Vermutlich mussten Sie den Buzzword Speicher wieder aufladen oder Revenue-Modelle durchdenken.
  4. Entwickler sitzen am längeren Hebel.
    Egal was sich das Marketing ausdenkt, am Ende bestimmt die Technik was unter Zeitdruck umgesetzt wird. Das sollte den Leuten vom Marketing nur jemand sagen, da sich damit einige Diskussionen von vornherein erübrigen würden.
  5. Wenn man die richtigen Leute hat kann man sehr viel erreichen.
    Ich bin tatsächlich positiv überrascht wie viel innerhalb so kurzer Zeit fundiert umgesetzt werden kann. Dabei kann ich das für Design und Entwicklung noch selber einschätzen, aber in den Bereichen Marketing und Business Development etc. war das Ganze ja auch nicht ohne. Und die Präsentation am Ende war nicht von schlechten Eltern. PPT rulez!
  6. Designer sind selten.
    Zumindest auf dem Startupweekend. Und dann kommt es dazu, dass letztendlich Flasher und Konzepter das Design machen. Aber hat ja funktioniert. Man nehme ein bisschen Web 2.0 Grün und eine Prise Internet Orange, mische das ganze mit verschiedener Typographie und runde es mit einem niedlichen Icon ab. Fertig ist das Web 2.0 CI.

Fazit: Startupweekend kann man durchaus mal machen. Es macht Spass, man trifft eine Menge Leute, erlebt interessante Begebenheiten und am Ende ist man Gesellschafter. Ob daraus wirklich was wird… wir werden sehen. Indawo es angefangen hat.

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  1. From Basic Thinking Blog | Startupweekend Hamburg II. on 19 May 2008 at 14:36

    [...] – Malte Burkhardt Startupweekend 2008 – aus Chaos entsteht so etwas wie Kreativität [...]

  2. From StartupWeekend: indawo setzt sich durch, LockerLernen.de Zweiter :: deutsche-startups.de on 19 May 2008 at 14:38

    [...] next schließlich schon einige Veranstaltungen) trafen sich am Wochenende in Hamburg und ließen ihre Köpfe ordentlich rauchen. Insgesamt 19 Konzepte gingen zunächst mit Kurzvorstellungen ins Rennen. [...]

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