Pflegeoverkill – wann kommt das universale Socialweb Pflegetool?

Wenn man das eine oder andere Tool im Socialweb nutzt, kommt man recht schnell an den Punkt, dass man a) seine Accounts vergisst („Oh, da war ich schon registriert?”) und b) die Nutzung teilweise doch eher reduziert ist („Richtig das hätte ich ja auch bei XYZ eintragen können…”). Die Pflege aller möglichen Accounts ist eigentlich ein Vollzeitjob. Was recht schnell mit einem richtigen Job kollidieren kann.

Tusch und Fanfare – Auftritt meiner Wunschapplikation.

Es wäre doch wirklich sehr angenehm, wenn es eine zentrale Anwendung gäbe, welche es ermöglicht Informationen an alle relevanten Plattformen und Tools weiterzugeben. Mir schwebt dazu so eine Art Pluginsystem vor. Man installiert die Anwendung und stellt sich dann seine persönliche Liste mit Plattformen zusammen, welche man pflegen möchte. Dazu werden jeweils Plugins nachgeladen, welche die Kommunikation mit den jeweiligen APIs erledigen.

Diese Anwendung mit einer halbwegs intelligenten Erkennung des Inhalts der Information gekoppelt würde doch sehr viel erleichtern. Man selber könnte eher inhaltlich pflegen und müsste sich nur noch sekundär um die Zielplattformen kümmern. So eine Art semantisches Pflegetool (damit hätten wir auch gleich ein schönes Buzzword – „semantic social networking”). Anhand von Inhaltstypen sollte vordefiniert sein, auf welchen Plattformen der Inhalt landet. Natürlich sollte diese Auswahl bei allen Einträgen jeweils anzupassen sein. Mittels Profilen kann man bestimmte Konfigurationen festlegen, so dass die Familienfotos nur bei Flickr und nicht bei TwitPic landen.

Wenn ich also einen interessanten Link finde und diesen poste, dann sollte dieser bei Twitter, Tumblr, deli.cio.us und ma.gnolia landen (und vermutlich noch bei ungefähr 12 anderen Seiten). So muss ich dann nicht immer wieder irgendwelche Bookmarklets nutzen oder meine diversen Accounts mittels eines RSS-Feeds miteinander verknüpfen.

Das wäre wirklich praktisch. Und das ganze bitte als AIR Applikation.

Jetzt muss das nur noch jemand entwickeln.

Und nebenbei könnte man darüber auch gleich die Userdaten zentral pflegen. Wäre also auch hinsichtlich Dataportability etc. vielleicht interessant.

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