Inhalte mit Selbstzerstörung

In der letzten Zeit kommt in der Blogosphäre (tolles Wort) immer mal wieder die Idee auf, dass es sinnvoll sein könnte, Inhalte mit einer Art Haltbarkeitsdatum zu versehen (z.B. hier). Also bspw. Bilder, die nach 6 Monaten von alleine gelöscht werden.
Das widerspricht zwar einerseits der Idee des allgemeinen Archivierens und auch Suchmaschinen könnten damit etwas ausgehebelt werden, andererseits ist die Idee hinsichtlich des zügellosen Befüllens von sozialen Netzwerken wie Facebook oder StudiVZ mit den letzten Partybildern auch gar nicht so schlecht.

In den allgemeinen Medien kommt immer mal wieder die Thematik der peinlichen, über Google findbaren Inhalte auf, und wie sich diese auswirken können (insbesondere auf die Karriere). Da wäre es gar nicht schlecht, wenn es wirklich so eine Art Verfallsdatum für Daten geben würde.
Dieses Verfallsdatum müsste natürlich durch den User zu steuern sein und gibt nur dann Sinn, wenn die meisten großen Seiten wie bspw. Suchmaschinen oder Archive sich auch daran halten. Aber unter dem Gesichtspunkt des Datenschutzes und des doch oftmals fahrlässigen Umgangs mit privaten Daten durch viele User im Web 2.0 ist diese Idee doch nicht verkehrt.

Besser wäre natürlich, jeder User würde von alleine darüber nachdenken und sich vorher überlegen, was er irgendwo hochlädt. Das würde auch insgesamt eine Menge “Müll” vermeiden. Aber darauf zu hoffen ist wohl utopisch.

Die Chancen für so einen Mechanismus sind insgesamt nicht schlecht. Zuletzt haben viele große Anbieter beim Thema Open Social an einem Strang gezogen und beim Thema Dataportability scheint es auch in diese Richtung zu gehen. Da besteht also Hoffnung. Es ist vermutlich nur eine Frage der Zeit wann es die erste Initiative dazu geben wird bzw. wann bestimmte Plattformen dies einführen werden.

weitere interessante Einträge

  1. Web 2.0 Expo – Tag 3 Der dritte Tag der Web 2.0 Expo stand ganz im Zeichen des Designs. Die Vorträge...
  2. Web 2.0 im Unternehmen – re:publica Tag 1 Ein Vortrag von IBM (einer der Sponsoren der re:publica) beschäftigte sich mit Web 2.0...

Related posts brought to you by Yet Another Related Posts Plugin.

Post a Comment

Your email is never published nor shared. Required fields are marked *