Activitystreams – eine Vision

Aufmerksam geworden durch diesen Post bei RWW bin ich über das folgende Video mit einer Präsentation von Chris Messina zum Thema Activitystreams gestolpert. Das zeigt eine schöne Erklärung was damit gemeint ist und wie die Zukunft aussehen könnte.

Die gezeigte Vision einer einheitlichen (oder zumindest einheitlich zugänglichen) Plattform für Aktivitätsinformationen finde ich sehr charmant. Dann hätten wir mit sozialen Objekten so etwas ähnliches erreicht wie es mit Emails heute selbstverständlich ist. Ich kann ja schließlich auch nicht nur anderen Googlemail-Usern Emails schreiben.

Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser?

Auch die Steuerung der Freigabe je nach Anfrage und Art der Informationen klingt gut. Allerdings sehe ich dabei ein gewisses Komplexitätsproblem. Beispielsweise sind Twitterstreams häufig weder rein professionell, noch rein privat. Gebe ich sowas dann einem Geschäftskontakt frei, oder eher nicht? Dieses Problem lässt sich aber auf technischer Ebene auch nicht regeln, ohne in Komplexität zu ersticken. Hier hilft nur ein auf breiter Basis vorhandenes Bewusstsein für die eigene Onlineidentität. Und das ist keine technische sondern eher eine gesellschaftliche Anforderung.

Werden die Mauern fallen?

Spannend wird, ob wirklich irgendwann die “Besitzer” der unterschiedlichen Dienste ihre Hoheit über die Informationen aufgeben und diese genauso freizügig wieder ins Netz zurückspielen, wie sie im Moment aufgenommen werden. Die Erfahrung aus anderen Bereichen (bspw. bei Emailprovidern) zeigt, das dies einerseits keine Gefahr für ein Geschäftsmodell ist, und andererseits unumgänglich. Meine Prophezeiung: die Anbieter werden irgendwann gezwungen sein, der Nachfrage der User nachzugeben und müssen dann die Informationen wieder freigeben.

Man darf gespannt sein.

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