Webapplication für Anfänger Pt. 2 – Oder: Was soll es denn sein

Im ersten Teil dieser Serie ging es schon um das Problem, dass es im Grunde alles bereits gibt und man deswegen eigentlich gar nicht erst anfangen muss etwas zu entwickeln. Das ist für Innovation aber der völlig falsche Ansatz. Wenn die Menschheit immer so gedacht hätte, würden wir immer noch in Höhlen hausen. Wer braucht schon Häuser, Landwirtschaft oder Viehzucht. Alles Luxus und überflüssig.

Also fange auch ich an meinen kleinen Teil zum Fortschritt beizutragen und mache mich daran eine eigene Webanwendung WebApp (klingt doch irgendwie cooler) zu entwickeln. Und da Innovation immer aus Bedürfnissen entsteht versuche ich natürlich ein Bedürfnis zu befriedigen bzw. ein Problem zu lösen. Aber welches? Da gibt es ja eine ganze Menge.

Um es übersichtlich und erfolgversprechend zu machen, sollte es erstmal ein kleines Problem sein, das sich mit einer kleinen Anwendung lösen lässt. Meine Idee ist es eine Anwendung zu entwickeln, die klein und schlank ist, idealerweise nützlich ist, sich gut in den Workflow von Menschen integrieren lässt und dabei aber absolut in den Hintergrund tritt. Oder wie Matt Biddulph von Dopplr mal gesagt hat: “Eigentlich soll der Benutzer unsere Webseite niemals direkt benutzen, sondern nur mit den Daten unserer Anwendung arbeiten”. Das halte ich für einen sehr guten Ansatz.

Es geht nicht um die Entwicklung der Anwendung, der Anwendung willen, oder weil man es kann (“Hallo AJAX Desktops”) sondern um eine tatsächliche Lösung eines Problems.

Und ein Problem, dass ich ständig habe ist es dass man täglich über haufenweise interessante Links stolpert, die man vermailt, twittert, bookmarked, bloggt und sonstwie erfasst, aber früher oder später auch wieder vergisst bzw. nicht wiederfindet oder nicht mal mehr weiß, dass man diesen Link mal gefunden hat.

Für dieses Problem gibt es schon diverse Lösungsansätze: delicious, StumbleUpon, Mister Wong. All diese Plattformen haben eine Social Network Ansatz und bieten über Verknüpfungen mit anderen Usern und deren Links einen sozialen Mehrwert. Das ist aber nicht das was ich möchte. Ich will eigentlich nur eine intuitiv zu benutzende, mit einem effektiven Interface ausgestattete Plattform, wo ich meine Links ablegen kann und sie bei Bedarf auch wieder abrufen kann. Das ganze gekoppelt mit einer effizienten Suche, Tags und evt. SmartLists. Mehr will ich ja gar nicht.

Das Ganze gekoppelt mit Tools wie Bookmarklets oder Desktopclients und fertig ist meine Webanwendung, die jeder nutzt, deren Domain aber im Grunde niemand aufruft.

Die Idee trage ich jetzt schon seit geraumer Zeit mit mir herum und ich versuche so langsam das in die Tat umzusetzen.

Das also wird meine erste Webanwendung. Eine Art Bookmark-Speicher, der über eine API mit allen möglichen Ein- und Ausgabemedien kommuniziert, so dass ich mir (oder auch andere sich selbst) das dazustricken kann, was notwendig und sinnvoll ist.

Eigentlich will ich mir selber nur helfen meine Links zu organisieren. Wenn es jemand anderem auch nützt umso besser. Ich bin also für Anregungen und Hinweise dankbar und offen.

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